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Neue Flächen: Zum Betrieb sind weitere Flächen hinzugekommen (ökologische, konventionelle). Was gilt es zu beachten?

Antwort:

Alle Flächenzugänge werden prozentual ausgehend von dem bewertet, was an Flächen zu Beginn des Verpflichtungszeitraums im Betrieb vorhanden ist. Dieser Umfang wird anhand des Flächennachweises Agrarförderung aus dem ersten Verpflichtungsjahr festgelegt.

Bei konventionellem Flächenzugang zum Bio-Betrieb ist folgendes zu beachten:

Meldung bei der Kontrollstelle und Umstellungszeiten
Bei Abschluss eines Pachtvertrages soll uns umgehend schriftlich mitgeteilt werden, welche neuen Flächen dazu gekommen sind (Parzellennummer, Zugangsdatum, Flächenausmaß etc.). Die Umstellungszeit für die bisher konventionell bewirtschafteten Zugangsflächen beträgt zwei Jahre und beginnt erst ab dem Meldedatum bei der Kontrollstelle.

Andernfalls wird der Umstellungsbeginn auf das Datum der Kontrolle festgelegt, bei welcher der Flächenzugang durch den Kontrolleur festgestellt wird.

Anwendung von Aufwuchs und Erntegut
Bei Ackerflächen ist darauf zu achten, dass alles was binnen der ersten 12 Monate ab Umstellungsbeginn geerntet wird noch konventionellen Status hat und erst unter folgenden Voraussetzungen in der Fütterung eingesetzt werden darf:

  • die erste Ernte wird an die eigenen Bio-Tiere im Rahmen von 20% TS der jährlichen Ration verfüttert, wenn sie von Grünlandflächen, mehrjährigen Ackerfutterflächen und Eiweißpflanzen kommt.

Meldung bei der Kontrollstelle
Bei dem Flächenzugang soll uns umgehend schriftlich mitgeteilt werden, welche neuen Flächen dazu gekommen sind (Parzellennummer, Zugangsdatum, Flächenausmaß etc.).

Nachweis der Bio-Bewirtschaftung
Als Nachweis für die Bio-Bewirtschaftung gelten das letztgültige Bio-Zertifikat sowie der Flächenbogen des Vorbewirtschafters. Bitte beide Dokumente an uns als Kopie zuschicken.

Siehe VO Nr. 889/2008 Artikel 64.